Bezirksliga: Ein kaputter Tag

Die alleinige Tabellenführung in der Bezirksliga vor Augen, unterlag die erste Mannschaft der Schachfreunde nach über fünf Stunden in einem intensiven Nachbarschaftsduell bei der SG Friedrichsdorf mit 3:5,4,5. Dabei hatte es angesichts einer 3,5:1,5-Führung lange nach einem Auswärtssieg ausgesehen.

Eingangs verlor unser drittes Brett seinen Spaß an der Französischen Verteidigung. Jens Hanswillemenke kompensierte dank aktiverer Figurenstellung einen Minusbauern zum Remis. Daraufhin gewannen wir drei Partien in Folge: Jim Knop schloss einen energischen Mattangriff erfolgreich ab. Mit einer Bauernumwandlung zwangen nun Mike Brück und Jens Westerbarkei ihre Gegner jeweils zur Aufgabe. Bei einer 3,5:1,5-Führung lehnte Sebastian Schmitz ein Remisangebot ab. Bei gewinnträchtiger Position ließ er es in der Folge leider zu, dass seine schwarzfeldrigen Bauern fixiert und zum Angriffspunkte für den bis dato schwachen gegnerischen Läufer wurden. In der Folge erwiesen sich zwei Mehrbauern als wertlos, da die Weiß-Spielerin ihre Freibauern früher aktivieren und schließlich gewinnen konnte. Parallel überzog Michael Popiolek in Zeitnot sein Spiel und die Friedrichsdorfer glichen aus.

Am achten Brett wäre abschließend alles möglich gewesen. Thomas Maaß erreichte zunächst eine gute Stellung, ehe er infolge eines Abtausches unnötig eine Figur einbüßte. In Verluststellung landete er eine Kreuzfesslung. Nun fand er sich in einem theoretischen Remis-Endspiel wieder. Im Turmendspiel mit Minus-Bauern stand der gegnerische Turm vor dem eigenen Bauern, der bis zur siebten Reihe voegerückt war. Nun hätte Schwarz ein Dauerschach ansagen können, da der weiße König kein Versteck mehr vor den Turmschachs fand. Stattdessen griff der schwarze König unmotiviert ins Spiel ein und gestattete seinerseits ein Schachgebot, das Bauernumwandlung führte und sich in einer unnötigen Gesamtniederlage niederschlug.

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