Verbandsliga: 18 Züge in 56 Sekunden und das Happy-End selbst in der Hand

 

Mit dem mit Abstand besten Brettpunkteverhältnis aller gefährdeten Teams haben die Schachfreunde Verl den Klassenerhalt in der Verbandsliga am letzten Spieltag selbst in der Hand. Im günstigsten Fall können wir uns dabei sogar eine Niederlage erlauben. Eine noch bessere Ausgangsposition verpassten wir im Heimspiel gegen Tabellenführer zweihochsechs Bielefeld am Sonntag mit 3,5:4,5 denkbar knapp. Die Bielefelder machten nach drei Stunden zunächst einmal deutlich, warum sie sich berechtigte Hoffnungen auf die Regionalliga machen. Die Siegesserien von Philipp Lewe und Jens Hanswillemenke fanden jeweils ein jähes Ende. Unser U18-Spieler wurde nach kreativem Beginn ausgekontert, der Präsident fand bei einem frühen Übergang ins Endspiel keinen vernünftigen Plan mehr. Einem Bauernverlust am Damenflügel lief Helge Rettig zwar hartnäckig, in der Summe aber erfolglos hinterher. Schon hieß es 0:3 und der Tabellenführer war seinem Anliegen, im Zweikampf mit dem Bielefelder SK möglichst viele Brettpunkte vorzulegen, ein gutes Stück näher gekommen. Doch die Verler Schachfreunde demonstrierten kämpferische Qualitäten: Michael Popiolek schlug nach wilden Abwicklungen die Zugwiederholung aus und setzte sich mit Dame und Turm und Läufer gegen Doppelturm und Läuferpaar durch. Als Thomas Biernath unter Druck die Nerven behielt und daraufhin erfolgreich zurückschlug, wurde es richtig spannend, zumal Grufti seine Partie noch nicht abgehakt hatte und ein kurioses Motiv zum Remis fand. Adrian Jakubowski wartete noch ab, ehe er ins Remis einwilligte und die finale Verantwortung an Jim Knop weiterleitete. Jimbo hatte zunächst 18 Züge in 56 Sekunden absolvieren müssen, sich dabei aber überraschenderweise sogar in ein gewinnträchtiges Endspiel manövriert. Hier verteidigte sich der Schwarzspieler dann aber zäh, und nach langem Kampf gingen beide Akteure mit einem Remis vom Brett.

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