Verbandsliga: Der längere Atem der Punktegaranten

 

Drei Spieltage vor Saisonende ist das Punktekonto ausgeglichen: Die SF Verl haben sich durch einen hart umkämpften 4,5:3,5-Erfolg beim SK Minden eine sehr ordentliche Ausgangslage für das Saisonfinale in der Verbandsliga verschafft. Bei einem 1,5:3,5-Rückstand hatten unsere „treffsichersten Spieler“ am Ende den längeren Atem.

 

Thomas Biernath hatte uns am Spitzenbrett nach Vereinfachungen mit einem hilfreichen Remis ins Rennen geschickt, dem bis zur Zeitkontrolle weitere Punkteteilungen folgten. Die Partien von Philipp Lewe und Jens Hanswillemenke waren nie ernsthaft aus dem Gleichgewicht geraten. In seinem vielleicht besten Saisonspiel hatte Falk Helfberend das Pech, auf den nominell stärksten Mindener zu treffen, der seiner Favoritenbürde gerade noch gerecht wurde. Bei Jim Knop entschied ein taktischer Schlag in komplizierter Stellung die Lage zu seinen Ungunsten, aber die letzten drei Partien erschienen gewonnen, gewinnträchtig und leicht vorteilhaft. Souverän war der Auftakt zur Aufholjagd: Helge Rettig hatte zunächst den Wolga-Gambitbauern eingestrichen, dann noch einen Bauern mitgenommen und das Spiel schließlich am Königsflügel ganz sicher entschieden. Schwer umkämpft war der Ausgleich: Mike Brück war im ersten Drittel der Partie stark unter Druck geraten, doch Schwarz zögerte, das sechste Verler Brett erhielt für einen Bauern die Spielkontrolle und wickelte in ein gewonnenes Springerendspiel ab. Stark war der Siegpunkt: Michael Popiolek fand ebenfalls ein Springerendspiel mit Mehrbauern. Hier war die Aktivität ursprünglich auf gegnerischer Seite, aber nach taktischen Drohungen und Verwicklungen auf beiden Seiten brachte Michael den Auswärtssieg der Schachfreunde nach Hause.

 

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