Verbandsliga: Große Träume träumen

 

Mit der bereits jetzt besten Verbandsliga-Punktausbeute der letzten Jahrzehnte und dem vorzeitigen Klassenerhalt dürfen die Schachfreunde Verl wieder große Träume träumen. Zwei Siege bis zur Regionalliga wünschte sich nach dem überraschend glatten 6:2-Heimsieg gegen den Brackweder SK II, dem dritten Sieg in Serie und nunmehr 8:6 Punkten nicht nur der frischgebackene Vereinsjubilar und regelmäßige Spielbeobachter Reinhold Kordtokrax.

 

Die Gäste waren nach zuvor ansehnlicher Saisonbilanz nicht von ungefähr auf unmittelbarer Tuchfühlung und zu Spielbeginn scheinbar heiß wie das sprichwörtliche Frittenfett. Der Verler Mannschaftsführer hatte die Formalitäten nebst Einladung zu kostenfreier Verpflegung gerade verbalisiert, als ihn am Brett auch schon die laufende Uhr empfing. Der erste Treffer fiel dann aber auf unserer Seite: Ein Damenopfer bescherte Mike Brück, der alle stochastischen Tendenzen weiterhin Lügen straft, einen vorzeitigen Figurengewinn und seinen vierten Sieg in Folge. Es folgte ein Remis von Michael Popiolek in einem ausgeglichenen Endspiel, ehe zur Mittagszeit der zweite Verler Punkt serviert wurde. Werner Müller warf im Endspiel mit Dame und vier gegen Turm und sechs Bauern seine Routine siegreich in die Waagschale. Quasi parallel wurde Falk Helfberend leider vom Fluch der vergangenen Ligaspiele eingeholt. Einem ordentlichen Spiel folgte nach hinten raus doch noch eine Niederlage. Glücklicher lief es für Jens Hanswillemenke, dessen Qualitätsopfer voreilige weiße Auflösungserscheinungen hervorrief. Lange Zeit in die Defensive geraten, folgte eine typische Partie des Thomas Biernath, der sich zurückkämpfte, die gegnerischen Schwächen fixierte, Zugzwang herbeiführte und den Punkt zum 4,5:1,5 holte. Auch final ging es erfolgreich weiter. Ein schwer verdächtiges Spiel nebst der obligatorischen Zeitnot brachte Jim Knop dank kreativ findiger Verteidigung noch einen halben Punkt ein. Weiterhin ungeschlagen, fuhr Helge Rettig daraufhin umkämpft, aber in der Tendenz ungefährdet den letzten Sieg zum 6:2 ein.

 

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